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Windows 8 angetestet



Sträuben hat bei mir eigentlich Tradition: Mit Windows 98 wollte ich kein 2000, mit 2000 kein XP, danach (zu Recht!) kein Vista. Windows 7 war für mich das erste Windows, an das ich mich in der Bedienung nach wenigen Klicks so sehr gewöhnt hatte, dass ich in einer Nacht- und Nebelaktion für echtes Geld alle Rechner bei uns zuhause von XP auf Windows 7 migriert habe. Wozu also Windows 8? Da ich mittlerweile das Sträuben abgelegt habe und eigentlich berufsmäßig ausprobiere, an dieser Stelle also Neues aus der Bastelecke.

Mein Altes Netbook (ein Asus eee PC 1005) mit Windows 7 machte schon länger keinen Spaß mehr - selbst beim Starten aus dem Ruhezustand brauchte das Gerät nach dem Login gefühlt ewig, um sich mit dem WLAN zu verbinden und anschließend genauso lang um über die angeblich bereits aufgebaute Verbindung die ersten Daten zu beziehen; auch für Firefox und Thunderbird bedeutete das somit bestimmt eine Minute angestrengten Kreisedrehens (Sanduhren gibt es ja keine mehr), bis eine Seite geladen werden konnte. Wenn man so ein Gerät braucht, dann doch zum Surfen (zumal man von Tablets in der Zwischenzeit anderes gewöhnt ist)! Was lag also näher, als hier eine verfügbare Windows 8-Lizenz zu verwenden?

Schritt 1: Installation. Um ein Windows 8 iso auf einen USB-Stick zu bekommen, braucht man das Windows 7 USB/DVD Download Tool - aha. Angesteckt und - es bootet das alte Windows. BIOS? Ok, Bootreihenfolge umgestellt - es bootet das alte Windows. Aha, erst wenn das Gerät bereits vor dem Neustart gemountet war, bietet das ASUS-BIOS einen Auswahldialog, in dem man den USB-Stick als erste Festplatte auswählen kann. Na, prima. Die eigentliche Installation war schmerzlos, wenn auch irgendwie verdreht (Offensichtlich in iOS/Android-Analogie soll ich das Gerät mit einem Online-Konto verknüpfen. Der lokale Account versteckt sich wirklich gut.).

Schritt 2: Erstanmeldung: Frustrierend: Fast alle Apps auf dem neuen Startbildschirm, der mich auf den ersten Blick zu einem Lachkrampf veranlasste, verweigern auf einem Netbook ihren Dienst? Von "zu geringe Auflösung" habe ich in der Produktbeschreibung nichts gelesen, nur von "dieselben Systemanforderungen wie Windows 7 - probieren Sie's einfach aus". Spitze. Der Desktop wirkt wie eine Parallelwelt, in der zwar alles wie bisher funktioniert, aber eben nur wie bisher. Naja, fast. Ohne Startmenü und ohne funktionierende Apps ist man gezwungen, nach und nach alle Programme als Shortcut manuell auf den Desktop zu ziehen - nicht im Sinne des Erfinders. Ich konnte jedenfalls sehr rasch nachvollziehen, warum die c't urteilte: "Hier wächst zusammen, was nicht zusammen gehört".

Schritt 3: Raus das Fenster: Jetzt läuft auf dem Gerät Mint 13 LTS. Der USB-Stick musste erst manuell entseucht werden, nachdem sich der Windows-Bootsektor so tief eingenistet hatte, dass trotz eine lauffähigen Linux-Images das boot device immer noch nach einem missing Bootmgr jammerte. Einmal installiert musste ich bei Mint nichts mehr tun also meine Konten einzurichten. Es fehlte exakte kein Treiber und alle Codecs für WebTV, Youtube, Online-Radio, MP3 und 3gp (Urlaubsvideos) waren vorhanden. Ich habe gestoppt: Inkl. Login nach Booten und Klick auf das Firefox-Icon sind es 49s, die es bis zu einer angezeigten, scrollbaren Webseite mit editierbaren Adressleiste braucht, was das alte Netbook wieder absolut konkurrenzfähig macht.

Und die Moral von der Geschicht: Kein Windows ist (deutlich!) besser als Windows 8 ;)

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